SDG 2 - Kein Hunger

Dies ist Ibu Erry, aus Java. Sie lebt seit 12 Jahren auf Bali. Eine alleinerziehende Mutter, die vor Covid-19 Projektmanagerin für Baufirmen war. Seit der Pandemie ist sie arbeitslos. Ihre Mission ist es nun, Migranten auf Bali zu helfen.

 

In Bali gibt es viele Migranten aus Java, Flores, Madura und Sumba, die zum Arbeiten nach Bali gekommen sind. Die Migranten erhalten keine Unterstützung von der Regierung und leben in ärmlichen Verhältnissen, die nicht Covid-sicher sind.

 

 

Ibu Erry organisiert Lebensmittel-Hilfspakete für Migrantenzentren in den Gegenden von Benoa und Nusa Dua. Orte, die eigentlich beliebte Touristenzentren auf Bali sind, aber seit einem Jahr verwahrlost sind.

Die Menschen von den umliegenden Inseln kommen oft mit ihrer ganzen Familie. Viele von ihnen haben viele Kinder und können es sich nicht mehr leisten, in ihre Heimatstädte zurückzukehren.

 

Für Ibu Erry ist es wichtig, dass die Lebensmittel-Hilfspakete von lokalen Händlern hergestellt werden. Sie verteilt auch sogenannte Nasi Bungkus, Fertiggerichte, die von kleinen lokalen Restaurants zubereitet werden. Auf diese Weise unterstützt sie nicht nur die bedürftigen Familien, sondern auch die Menschen vor Ort.

 

Dies ist ein gutes Beispiel für die Unterstützung von SDG 17 Partnerschaften und SDG 2 Kein Hunger.  Dank einer großzügigen Spende der Firma SinnLicht aus Karlsruhe helfen wir Ibu Erry seit Februar für sechs Monate mit jeweils 250 Mahlzeiten.

 


Neben 21 Familien in unserem Partnerdorf Selasih in Bali unterstützen wir im Südwesten inzwischen insgesamt 129 Familien auch mit Essen-Hilfspaketen. Der Fokus liegt bei uns auf Familien und Personen, die nicht aus Bali kommen, da diese keine Unterstützung von Familien und der Regierung bekommen. In der Regel bestehen diese Pakete aus Eier, Instant-Nudeln und Reis und bei Bedarf Baby-Milchpulver.

Unsere freiwilligen Helfer besuchen jede Familie persönlich, um sich ein Bild von ihrer Lebenssituation zu machen und um besser entscheiden zu können, wie wir am effektivsten helfen können.


Canggu/ Berawa ist eine wohlhabende Expat-Gegend mit leider auch vielen dunkle Stellen, die jetzt sichtbar werden.


Zusammen mit unseren Partnern/ Farmern in Selasih stellen wir auch gesunde Food Packages her und verteilen diese an bedürftige Menschen. Essen-Hilfspakete aus biologisch angebauten Produkten in Bali, plastikfrei, so dass mehrere Parteien davon profitieren: Der Bedürftige, die Händler und der Lieferant.

 

Allerdings wird diese Art von Hilfe nicht immer gut angenommen, da die meisten Menschen keinen Kühlschrank haben, um die frischen Produkte länger lagern zu können.  Wir beschränken uns jetzt wieder auf Nudeln, Eier und Reis, in Kooperation mit unserem ortsansässigen Partner Cantina Canggu.


Eine neue Chance, das Dorf Selasih und bedürftige Menschen zu unterstützen, sehen wir in der Herstellung von homemade Kokosöl, statt billigem Koch-Öl. Ein aufwendiger Prozess von Hand. Ein Liter kostet 2,50 €. Palm-Öl kostet ca. die Hälfte.

Pro Monat produziert das PKP Community Center dank Eurer Spenden jetzt ca. 50 Liter-Flaschen Kokos-Öl für bedürftige Familien im Südwesten von Bali. Neben Zero Hunger auch ein weiterer kleiner Schritt in Richtung SDG N°1 Keine Armut und SDG N°12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion.