SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen

Wasser gibt es reichlich auf Bali, aber kein sauberes. Daher sind die Familien gezwungen, Wassergallonen für den täglichen Bedarf zu kaufen. Ein Wasserfilter von Nazava kostet 18 Euro und hält bei einer 4-köpfigen Familie 3 Jahre bzw. 7000 ltr Wasser. Danach muss der Keramikfilter ausgetauscht werden, der ca. 7 € kostet. Gefiltert werden kann Leitungs-, Regen- und Brunnenwasser.

 

Das sind sehr hohe Einsparung in den täglichen Lebenshaltungskosten. Im Vergleich zu den üblichen Wasser-Gallonen sind es ca. 150 Euro direkte Einsparung pro Jahr, was ungefähr einem Monatsgehalt eines ausgebildeten Indonesiers entsprechen.


Damit unterstützt der Wasserfilter auch gleichzeitig das SDG N°1 Keine Armut.

 

Die Nazava Filter sind geeignet für die Filterung von Leitungs-, Regen- und Brunnenwasser. Dadurch ist kein Transport für Gallonen mehr nötig. Plastikflaschen werden vermieden. Die Nazava Wasserfilter werden auf Java/ Indonesien hergestellt. Damit unterstützen wir ein weiteres SDG N°12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion.

 

Wir haben aktuell 15 Wasserfilter an öffentlich zugänglichen Orten in Selasih verteilt. Zusätzlich haben wir einen Workshop für ca. 20 Personen organisiert. Nazava Indonesia erklärte anschaulich die Handhabung der Wasserfilter und zeigte die Vorteile auf.

 

Jedoch benötigen wir aktuell keine Wasserfilter für die Familien, da diese im Moment leider noch nicht angenommen werden. Wandel braucht seine Zeit und weitere Aufklärung.

Auch das ist eine Erfahrung, die wir in den vergangenen Monaten machten: Nicht alles, was wir gut finden, ist für alle gut und Feedback ist uns wichtig.


Wenn wir von unseren indonesischen Kontakten Anrufe erhalten, dass jemand dringend Hilfe benötigt. Dann können wir dank dieser Organisation unmittelbar helfen.

So wie diesem Mann aus Java, dem kürzlich das Bein amputiert wurde und niemand da war, der  für einen Rollstuhl aufkommen konnte. Seine Frau und er haben Ibu Sari vom PKP Community Center kontaktiert, die daraufhin Hilfe organisierte.

 

Update 2022: Inzwischen ist das Paar in Denpasar gut aufgehoben bei Ärzten und den regelmäßigen Kontrollen.



Regelmäßig erreichen uns direkte Anfragen von Einzelschicksalen in Bali.

So auch diese traurige Geschichte von Dayu, 50 Jahre alt. Eine gute Frau, die bisher in einem Beachclub in Sanur gearbeitet hat. Aber über die Jahre ertragene private, seelische Probleme machen Dayu leider krank. So krank, dass sie Ende Februar entlassen werden muss, auch, weil der Beachclub sein Personal reduzieren muss.
Dayu hat einen 10 jährigen Sohn. Ihr Mann wohnt hin und wieder bei ihr, kümmert sich

aber nicht um ihre Leiden. Im Gegenteil.


Dayu hat einen 10 jährigen Sohn. Ihr Mann wohnt hin und wieder bei ihr, kümmert sich aber nicht um ihre Leiden. Im Gegenteil. Dayu hat eine Krankenversicherung der Klasse 2, aufgrund von Geldmangel wird sie aber nur unzureichend betreut. Sie benötigt dringend Spezialisten. Etwas Unterstützung bekommt sie zum Glück von Ihrem Bruder und Ihrer Mutter.


Chanceforchange unterstützt sie ab März 2022 monatlich finanziell, um Dayus und des Sohns täglichen Lebensbedarf zu decken. Sie bekommt dafür ein eigenes Konto, auf das ihr Mann keinen Zugriff hat.
Wir unterstützen sie ebenfalls für ein Upgrade der Krankenkasse auf Klasse 1 ab April und übernehmen zusätzliche medizinische Kosten, die nicht von der Krankenkasse gedeckt werden können.

Wir hoffen sehr, dass die ärztlichen Behandlungen positiv anschlagen. Langfristig möchten wir Dayu und ihren Sohn mit dem PKP Community Center zusammenbringen, da Dayus Familien-Situation sicher einen großen Teil ihres seelischen Leids ausmacht.

Familien und Personen, die schon vor Corona gelitten haben, kommen jetzt ohne Hilfe nicht mehr aus der Spirale rausDas erleben wir leider immer häufiger. Die Pandemie wirft Entwicklungsarbeit weltweit um Jahre zurück, umso wichtiger, dass wir Geschichten wie diese teilen. Alles hilft.